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Freitag, 18. Juni 2010

All about red

Inkognito



Gutes Projekt im Kunsthistorischen Museum Wien: Seit Mai kann jeder Besucher in einem im Museum aufgestellten Fotoautomaten ein Bild von sich machen lassen (zum Supersparpreis von einem Euro, yeah!), das dann in der Flick_W-Galerie ausgestellt wird. Findet Ihr Elisabeth und mich (Wo ist Walter?)? Bestimmt nicht. Wir sind inkognito.

Nice project at the Museum of Fine Arts in Vienna: Since May 2010, every visitor can take his/her photo in a photo booth (for only one Euro, yay!). It will be on display at the Flick_W gallery after that. Can you find Elisabeth and me (Where's Waldo?)? I don't think so. We're incognito.

Donnerstag, 17. Juni 2010

Mein Graufuchs

Hab ich Euch eigentlich schon mein diesjähriges Lieblingsgeburtstagsgeschenk gezeigt? Nein? Hier ist es, ohne Zweifel das beste Kleidungsstück, das ich je besessen habe. Handgestrickt von Celapiu, da geht es zum Etsy-Shop.

Have I shown you this year's favorite birthday present yet? No? Here it is, beyond doubt the best piece of clothing I have ever owned. It's hand-knitted by Celapiu, this is the way to her Etsy shop.

Mittwoch, 16. Juni 2010

Tasse, die eine Katze ist, die ein Zauberer ist

Jeden Morgen trinkt Christian seinen Kaffee voller Begeisterung aus dieser Tasse. Er nennt sie die "Tasse, die eine Katze ist, die ein Zauberer ist". In mir weckt sie Grauen und riesengroße Liebe zugleich.

Every morning Christian drinks his coffee from this mug. He calls it the "mug that is a cat who is a magician". I watch him with horror and tremendous love.

Dienstag, 15. Juni 2010

Musik für Dienstage ~ Music for Tuesdays (16)



"Apple Pie Bed" von Lawrence Arabia (Danke noch mal Tanju!) ist einer der ersten Sommerhits dieses Jahres. Fluffig.

"Apple Pie Bed" by Lawrence Arabia (Thanks again Tanju!) is one of the first summer hits this year. Fluffy.

Böhmischer Prater

Und noch eine neue Liebe. Eine ganz herzzerreißende.
Der Böhmische Prater ist ein kleiner Vergnügungspark auf einer Anhöhe im 10. Bezirk. Er ist in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entstanden, als sich Schaustellerfamilien, die hauptsächlich aus den österreichischen Kronländern Böhmen und Mähren stammten, am Laaer Berg ansiedelten.
Schon die Fahrt zum Böhmischen Prater war ein Erlebnis: In einem winzigen Shuttlebus, in dem ein junger Mann gewissenhaft Karten abknipste und an alle fünf Passagiere austeilte, obwohl die Fahrt gratis war (ein Projekt der Grünen, anscheinend besteht ein Mangel an öffentlichen Verkehrsmitteln ins Naherholungsgebiet), krochen wir den Berg hinauf.
Überfordert und entzückt stand ich schließlich auf dem Böhmischen Prater und wusste nicht, was ich mir zuerst anschauen sollte. Meine Liebe zu den langsam vergilbenden kreischenden Farben eines Rummelplatzes erreichte eine ganz neue Stufe.
Ich schoss begeistert Fotos von einem uralten, überdachten Karussell, das trotz des "1 Euro"-Schildes keinen einzigen Fahrgast angelockt hatte, als mich der Besitzer freundlich hereinbat. Während ich die wunderschönen Schiffe, Autos und Trecker aus den Fünfzigern aus der Nähe ablichtete, kam Christian mit dem Besitzer ins Gespräch und erfuhr, dass es um die Nachfolge für das Karussell schlecht bestellt war. Den Rest des Tages malte ich mir ein Leben als Schausteller auf dem Böhmischen Prater aus. Irgendwie wurde ich die feuchten Augen nicht mehr los an diesem Tag.
Wir aßen fettige Lockenchips, hörten der alten Orgel zu und streichelten jedes einzelne Wackelpony. Ein ehemaliges Casino war zum Flohmarkt umfunktioniert worden und ich bekam ein gesticktes Bild von einer trommelnden Katze, das mich immer an diesen Tag und den Böhmischen Prater erinnern wird.

This is another new love. A very heartbreaking one.
The Böhmischer Prater is a small amusement park on a hill in the 10th district of Vienna. It arose in the second half of the nineteenth century, when showman families, mostly from Bohemia and Moravia, settled on the mountain.
The trip to the Böhmischer Prater was already an experience. We crawled up the mountain in a tiny shuttle bus, in which a young man conscientiously handed out tickets to all five passengers, although the ride was free.
I was overwhelmed and delighted when we arrived and did not know what to look at first. My love for the slowly yellowing screaming colors of old amusement parks reached a whole new level.
I took some photos inspired by an ancient carousel, which had attracted not a single passenger despite the "1 €"-sign. The owner was very friendly and offered me to come in. While I shot some close-up pictures of the beautiful ships, cars and tractors from the fifties, Christian came to talk with the owner and learned that nobody was willing and able to keep on the work with the carousel. The rest of the day I thought about becoming a showman on the Böhmischer Prater. My eyes somehow stayed wet all day.
We ate greasy potato chips, listened to the old organ and stroked every little pony ride. A former casino was converted into a flea market and I got an embroidered picture of a cat. I will always remember this day and the Böhmischer Prater when looking at it.























Montag, 14. Juni 2010

Im Goldegg

Lieblingskaffeehaus? Ich hab jetzt eins! Mit seinen grünen Sitznischen, den weit geöffneten Fenstern, den Billardtischen, den Jugendstildetails, den Fliegen der Ober, den vielen Zeitungen, den illustren (Philip Seymour Hofmann!) und ruhigen Gästen, der hervorragenden Melange (und mit seinen Halloumiburgern) hat das Café Goldegg mein Herz im Sturm genommen.

Favorite coffeehouse? I have one now! With its green sofas, widely open windows, pool tables, Art Deco details, with its waiters wearing bow ties, its many newspapers, the illustrious (Philip Seymour Hofman!) and quiet guests, the great white coffee (and its halloumi burgers), the Café Goldegg took my heart by storm.